Steuerberaterin Birgit Borkenfeld
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Top Thema- Kassenführung 2017 Fehler vermeiden

TOP Themen

Kasseneinnahmen — Fehler vermeiden! kasseneinnahmen---fehler-vermeiden.pdf [173 KB]
Merkblatt der OFD Karlsruhe 31. 10. 2016 Ordnungsmäßigkeit der Kassenbuchführung. merkblatt-der-ofd-karlsruhe-31.-10.-2016-ordnu.pdf [84 KB]
OFD-Kassenbuchführung ofd-kassenbuchfuehrung.pdf [212 KB]

1. Ordnungsmäßigkeit der Kassenbuchführung: !!!!!Achtung: Auslauf der Übergangsregelung zum 31.12.2016!!!!!

1. Einzelaufzeichnungspflicht
Wird eine elektronische Kasse geführt sind alle Einnahmen und Ausgaben einzeln aufzuzeichnen. Alle Einzeldaten, die durch die Nutzung der Kasse entstehen, müssen während der Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar aufbewahrt werden.

Neben den vorgenannten Journaldaten sind u. a. auch die Auswertungs-, Programmier-, Stammdatenänderungsdaten sowie Handbücher, Bedienungs- und Programmieranleitungen aufzubewahren.

Diese Regelungen gelten nicht nur für Buchführungspflichtige, sondern auch für sog. Einnahmenüberschussrechner.

2. Ausnahmeregelungen bei nicht aufrüstbaren Registrierkassen
Wird ein Kassensystem verwendet, bei dem eine dauerhafte Datenspeicherung im o. g. Sinn technisch nachweislich nicht möglich ist, darf die Kasse längstens bis zum 31.12. 2016 eingesetzt werden.

In diesem Fall müssen mindestens folgende Unterlagenaufbewahrt werden:
Alle zur Kasse gehörenden Organisationsunterlagen, insbesondere:
- Bedienungsanleitung
- Programmieranleitung
- alle Programmabrufe nach jeder Änderung (Stammdatenänderungen, u. a.
Artikelpreise)
- Protokolle über die Einrichtung v. Verkäufer-, Kellner-, Trainingsspeichern u. ä.
- alle weiteren Anweisungen zur Kassenprogrammierung (z. B. Anweisungen zum
maschinellen Ausdrucken von Proforma-Rechnungen oder zum Unterdrücken
von Daten und Speicherinhalten)
Alle mit Hilfe der Kasse erstellten Rechnungen
Alle Tagesendsummenbons
mit Ausdruck des Nullstellungszählers fortlaufende
sog. „Z-Nummer" zur Überprüfung der Vollständigkeit der Kassenberichte) inklusive:
- Name des Geschäfts
- Datum
- Stornobuchungen (z. B. sog. Managerstornos, Retouren u. Ä.)
- Entnahmen
- Zahlungswege (bar, Scheck und Kredit)
- alle weiteren im Rahmen des Tagesabschlusses abgerufenen Ausdrucke der
Registrierkasse (z. B. betriebswirtschaftliche Auswertungen, Ausdrucke der
Trainingsspeicher, Kellnerberichte, Spartenberichte) im Belegzusammenhang
mit dem Tagesendsummenbon

Darüber hinaus ist die Vollständigkeit der Tagesendsummenbons nachweisbar sicherzustellen durch Vorlage der Programmierprotokolle. Zu den Protokollen nachträglicher Programmänderungen gehören bspw. Artikelpreisänderungen, Einrichten eines Bedieners oder Trainers, Berichtseinstellungen und Änderungen von Steuersätzen.

3. Folgen von Mängeln
Ist die Kassenführung nicht ordnungsgemäß, hat dies den Verlust der
Ordnungsmäßigkeit der gesamten Buchführung
zur Folge. Das Ergebnis der
Buchführung (Umsatz, Gewinn) entfaltet somit keine Beweiskraft für die
Besteuerung. Das Finanzamt hat die Besteuerungsgrundlagen zu schätzen.

Weitere praktische Hinweise für Betriebe mit hohen Bareinnahmen entnehmen Sie bitte auch dem Merkblatt 10/2016 „Kasseneinnahmen – Fehler vermeiden“

Für Rückfragen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Vorbemerkung
-
Bargeldintensive Betriebe — Hochrisikobetriebe
- Unterteilung Kasse
- Einzelaufzeichnungspflichten beachten!
- Anforderungen des Finanzamts
- Weitere Anforderungen an eine ordnungsmäßige Kassenführung

.......bitte lesen Sie unbedingt weiter im oben beigefügten Dokument [173 KB] !